Wie lange darf ein Unternehmen Bewerbungsunterlagen aufbewahren

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Alle Unternehmen erhalten im Rahmen von Bewerbungsverfahren Unterlagen der Bewerber, die sich auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben. 

Auf die Frage, ob es sich bei den Bewerbungsunterlagen um Geschäftsbriefe handelt, die gemäß der Abgabenordnung 5 bzw. 10 Jahre aufbewahrt werden müssen, urteilt die Bayerische Landesdatenschutzbehörde mit „Nein“.

Hiernach greifen die Aufbewahrungsvorschriften der Abgabenordung nicht. Da der abgelehnte Bewerber bezüglich etwaiger Ansprüche wegen Diskriminierung nach dem AGG noch rechtliche Schritte einleiten kann, ist es ratsam die Bewerbungsunterlagen noch bis zu sechs Monate vorzuhalten. Nur so kann der Arbeitgeber nachweisen, ob die Ansprüche des abgelehnten Bewerbers berechtigt bzw. unberechtigt waren. Nach Ablauf der 6 Monate sind die Unterlagen der abgelehnten Bewerber dann zu löschen oder zu vernichten.

Wurde der Bewerber eingestellt sind die Bewerbungsunterlagen selbstverständlich der Personalakte hinzu zu fügen und zumindest während der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters in der Personalakte zu belassen.

Für weitere Informationen nehmen Sie Kontakt auf mit Dr. Romy Latka.

  • gepubliceerd : Donnerstag, 30 August 2018