Was Fanpage-Betreiber jetzt tun sollten

Was Fanpage-Betreiber jetzt tun sollten

Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) empfiehlt zum Facebook Fanpage-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 05.06.2018 die unten stehende Vorgehensweise. In dem Urteil stellt der EuGH fest, dass ein Fanpage-Betreiber nicht bloßer Facebook-Nutzer ist, sondern als (Mit-)Verantwortlicher Facebook die Möglichkeit gibt, durch den Betrieb der Fanpage Cookies zu setzen.´


Daher rät die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen:

Wer eine Fanpage besuche, müsse transparent und in verständlicher Form darüber informiert werden, welche Daten zu welchen Zwecken durch Facebook und die Fanpage-Betreiber verarbeitet werden. Dies gilt sowohl für registrierte Personen als auch für nicht registrierte Besucher des Netzwerks (vgl. Art. 13 DSGVO). 

  • Soweit Facebook Besucher einer Fanpage durch Erhebung personenbezogener Daten tracke – durch den Einsatz von Cookies oder vergleichbarer Techniken –, sei grundsätzlich eine Einwilligung der Nutzenden, d.h. der Fanpage-Betreiber sowie Facebook erforderlich. Die Einwilligung müsse selbstverständlich die Anforderung der DSGVO erfüllen.
  • Für die Bereiche der gemeinsamen Verantwortung von Facebook und Fanpage-Betreibern sei in einer Vereinbarung festzulegen, wer von ihnen welche Verpflichtung der DSGVO erfüllt. Diese Vereinbarung muss in wesentlichen Punkten den Betroffenen zur Verfügung gestellt werden (vgl. Art. 26 DSGVO)


Fanpage-Betreiber müssten sich nun an Facebook wenden, um die erforderlichen Informationen zu erhalten und um eine Vereinbarung mit Facebook abzuschließen. Sollte keine Vereinbarung zwischen Fanpage-Betreiber und Facebook zustande kommen, lautet die Empfehlung der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW, die Fanpage einzustellen.

Für weitere Informationen nehmen Sie Kontakt auf mit Frau Dr. Romy Latka.

  • gepubliceerd : Montag, 20 August 2018