Augen auf beim Geschenkekauf: Ist ein Hoverboard die richtige Wahl?

Augen auf beim Geschenkekauf: Ist ein Hoverboard die richtige Wahl?

Planen Sie, Ihre Lieben zu Weihnachten mit einem Hoverboard zu überraschen? Dann sollten Sie sich das vielleicht noch einmal überlegen.

Weitgehend unbekannt ist nämlich nach wie vor, dass ein Hoverboard, welches bauartbedingt eine Geschwindigkeit von über 6 km/h erreichen kann, in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr, also auch auf Gehwegen, gar nicht benutzt werden darf! Grund dafür ist, dass diese Hoverboards rechtlich als Kraftfahrzeuge gelten, die mithin der „Straßenverkehrszulassungsverordnung“ und weiteren Vorschriften, wie z.B. auch der Fahrerlaubnispflicht unterliegen. Die Zulassungsvoraussetzungen kann ein Hoverboard aber konstruktionsbedingt gar nicht erfüllen (Bremsen, Beleuchtung, Spiegel, Kennzeichen).

Die Folgen sind weitreichend: Die Boards dürfen nur im nichtöffentlichen Verkehr benutzt werden, also nur auf Privatgrundstücken. Ansonsten droht eine Geldbuße.

Die Boards müssten zudem über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Eine solche wird aber noch nicht angeboten. Bei Nutzung im öffentlichen Verkehr macht man sich mithin auch noch nach dem Pflichtversicherungsgesetz strafbar! Dies gilt auch für Personen, die nicht selbst fahren, aber den Gebrauch des Fahrzeugs gestatten. Das AG Düsseldorf hat hier bereits einen Fahrer zu einer Geldstrafe auf Bewährung in Höhe von € 1.200 verurteilt. Zudem kommt bei Nutzung im öffentlichen Verkehr als weitere Straftat das „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ in Betracht. Dies betrifft den Nutzer und den Halter des Hoverboards.

Die Private Haftpflichtversicherung deckt im Übrigen ebenfalls in der Regel nicht die Personen oder Sachschäden, die bei Betrieb eines Hoverboards verursacht werden. Der Fahrer müsste diese daher aus eigener Tasche zahlen. Hier besteht also das Risiko, für erhebliche Summen aufkommen zu müssen!

Vielleicht sollten Sie Ihre Geschenkidee also noch einmal überdenken…

Für weitere Informationen nehmen Sie Kontakt auf mit Frau Cathrin van den Hurk.

 

  • gepubliceerd : Freitag, 16 November 2018