JA zur Patientenverfügung!

JA zur Patientenverfügung!

Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Patientinnen und Patienten vorsorglich festlegen, welche bestimmten medizinischen Maßnahmen durchzuführen oder zu unterlassen sind, wenn sie hierzu selbst nicht mehr in der Lage sind.

In einem vom BGH (Bundesgerichtshof) entschiedenen Fall ging es um die Frage, ob ein Arzt wegen eingeleiteter Lebensverlängerung durch künstliche Ernährung Schadensersatz zahlen muss. Die Vorinstanz hatte dem Kläger ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000,00 € zugebilligt. Der BGH hingegen hob das Urteil auf und wies die Klage mit der Begründung ab, dass es sich generell verbiete, ein Weiterleben als Schaden anzusehen. Der Schmerzensgeldanspruch wurde zurückgewiesen, weil es an einem sogenannten immateriellen Schaden fehle. Denn das Urteil über den Wert eines Lebens stehe keinem Dritten zu, so der BGH.

Eine schriftliche Patientenverfügung hätte hier von vornherein Klarheit darüber gebracht, wann und in welchem Umfang Behandlungen gewünscht werden.

 

Haben Sie Fragen zur Patientenverfügung? Dann wenden Sie sich bitte an Alexander Crämer, Rechtsanwalt.

 

 

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  • gepubliceerd : Mittwoch, 25 November 2020